Die Mehlhorn-Stiftung gibt in Kooperation mit dem kopaed Verlag München eine Publikationsreihe heraus, in der Schriften zur Kreativität, ihren Bezugsfeldern und spezifischen Formen erscheinen. Inhalt sind Forschung, Diskurs und Handreichungen. Das Reihenlayout wurde vom Leipziger Grafikdesigner Prof. Andreas Wendt entwickelt. - Anträge zur Aufnahme in die Reihe und Förderung können formlos, aber mit einem PDF der zu veröffentlichenden Schrift und möglicher Gutachten bzw. der Konzeption eines entsprechenden Publikationsvorhabens eingereicht werden beim Vorsitzenden der Mehlhorn-Stiftung, Prof. Dr. Frank Schulz, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der wissenschaftliche Beirat entscheidet über die Aufnahme in die Reihe und die Förderung in Form eines Druckkostenzuschusses.

Band 11: Siegfried Lehrl/Günter Wagner/Elmar Gräßel (Hrsg.): Geistig fit in Schule, Beruf und Alltag

Die persönliche Obergrenze der geistigen Fitness wird normalerweise bei weitem nicht erreicht. Nur deshalb konnten die vielen wissenschaftliche Versuche der letzten Jahre erhebliche Anstiege an geistiger Leistungsfähigkeit und Selbstvertrauen durch oft einfache psychische und körperliche Maßnahmen wie gehirngerechte Ernährung und Bewegung belegen. Häufig tragen schon geringfügige Änderungen von Alltagsgewohnheiten wirkungsvoll zur Erhöhung der geistigen Fitness bei. Die Folgen: mehr Engagement, Lebens- und Lernfreude, bessere Schulnoten, höhere Schulniveaus und berufliche Positionen, geringeres Krankheitsrisiko, auch für die gefürchtete Altersdemenz. Andererseits gibt es viele Gefährdungen der geistigen Fitness, u. a. durch geistige Über- bzw. Unterforderung, regelmäßigen Verzicht aufs Frühstück, Trinkdefizite, Bewegungsarmut, lange Ferien, Faulenzerurlaub, Krankenhausaufenthalte usw. Die Kenntnis der meist noch wenig bekannten fördernden Maßnahmen und der gefährdenden Faktoren, die dieses Buch vermittelt, bildet eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Management der geistigen Fitness. 

Band 10: Rebekka Schmidt: Mit Kunstwerken zum Denken anregen. Eine empirische Untersuchung zur kognitiven Aktivierung im Rahmen der Kunstrezeption in der Grundschule

Kognitive Aktivierung bezeichnet eine Anregung zu intensivem Denken. Da hierdurch das fachliche Lernen verbessert wird, stellt sie eines der zentralen Kriterien guten Unterrichts dar. Was macht kognitive Aktivierung im Umgang mit Kunstwerken aus? Woran erkennt man sie im Unterricht? Inwieweit wird sie in den Schulen bereits praktiziert? Diesen Fragen widmet sich das Buch aus wissenschaftlicher Perspektive. Ausgehend vom Forschungsstand zur kognitiven Aktivierung und zur Kunstrezeption wird das Konstrukt für die Auseinandersetzung mit Kunstwerken konkretisiert und empirisch untersucht. Die Grundlage hierfür bildet das Datenmaterial der Grundschulstudie perle (Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern). Es werden Kriterien vorgestellt, durch die kognitive Aktivierung im Rahmen der Kunstrezeption beschrieben werden kann und Möglichkeiten der Umsetzung benannt. Diese können als Ansatzpunkte genutzt werden, um Schüler während der Kunstrezeption zum Denken anzuregen.

Band 9: Annika Schmidt: Ästhetische Erfahrung in Gesprächen über Kunst. Eine empirische Studie mit Fünft- und Sechstklässlern

Gespräche über Kunst stellen eine geeignete Form dar, um Kunstwerken zu begegnen, diese zu verstehen und ästhetische Erfahrungen zu machen. Doch welche ästhetischen Erfahrungsmomente machen die Schülerinnen und Schüler, wenn sie über Kunst reden? Eine qualitative Untersuchung von Gesprächen über moderne und zeitgenössische Kunstwerke in einer fünften und sechsten Klasse gibt Antworten auf diese Fragen. Vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes zur Kunstrezeption in der Kunstdidaktik und mit einem interdisziplinären Blick – vor allem in die Literaturdidaktik – werden der Forschungsgegenstand „Kunstgespräche“ umfassend dargestellt und Kategorien zur Untersuchung von Sprache und ästhetischer Erfahrung entwickelt. So lassen sich in den Kunstgesprächen ästhetische Erfahrungsmomente anhand von Sprachformen feststellen. Besonderheiten, die sich im Reden über Kunst zeigen, richten die Aufmerksamkeit auf die Sprache und das Gespräch selbst. Abgeleitet werden Konsequenzen für das kunstdidaktische Handeln in Rezeptionsprozessen, um Schülerinnen und Schülern ästhetische Erfahrungsmomente und vertieftes Sinnverstehen zu ermöglichen.

Band 8: Gerlinde Mehlhorn/Frank Schulz/Karola Schöppe (Hrsg.): Begabung entwickeln & Kreativität Fördern

Was sind neurowissenschaftliche Grundlagen für Erzielung erfolgreichen Lernens und wie gehen wir damit um? Welche gesellschaftlichen Prozesse nehmen Einfluss auf die Entwicklung von Begabungen und die Förderung von Kreativität? Wie muss Unterricht sein, um echten Lernzuwachs zu erreichen, Begabungen zu entwickeln und Kreativität zu fördern? Welche besonderen fachspezifischen Sichtweisen auf Begabung und Kreativität sind wichtig? - Im interdisziplinären Diskurs gibt die Publikation Antworten auf die genannten Fragen, zeigt Lösungswege, aber auch weiterführende Problemstellungen auf. Vertreter aus Theorie und Praxis kommen dabei gleichermaßen zu Wort. - In den Blick genommen werden Begabungsentwicklung und Kreativitätsförderung aus der Sicht zeitgeistiger Verhältnisse und Trends, allgemeiner theoretischer Positionen und Diskurse, förderpraktischer Konzepte, Handreichungen und darauf bezogener spezifischer Forschungen sowie aus der Sicht unterstützender Systeme für die Förderpraxis. Außerdem steht die mentale Fitness im Fokus.

Band 7: Caroline Theurer: Kreativitätsförderndes Klassenklima als Determinante der Kreativitätsentwicklung im Grundschulalter

Kreativitätsförderung ist als übergreifendes Bildungsziel in Lehr- und Rahmenplänen verankert und wird implizit und explizit von Lehrpersonen gefordert. Trotz ihrer unumstrittenen Relevanz ist bislang wenig darüber bekannt, wie Kreativität im Schulalltag gefördert werden kann. In der vorliegenden Studie wird untersucht, inwieweit Lernbedingungen im Klassenzimmer die Kreativitätsentwicklung von Grundschulkindern beeinflussen. Datenbasis stellt die Stichprobe der PERLE-Studie dar, innerhalb derer kreatives Potential zu drei Messzeitpunkten im Laufe der Grundschulzeit erfasst wurde. Mittels Unterrichtsbeobachtungen und Schülerbefragungen wird kreativitätsförderndes Klassen­klima erfasst, um es zur Kreativitätsentwicklung in Beziehung zu setzen. Mehrebenenanalytisch kann nachgewiesen werden, dass Grundschulkinder sich bis zum Ende des vierten Schuljahres positiver in ihrer Kreativität entwickeln, wenn sie Aspekte des kreativitätsfördernden Klassenklimas in ihrer Klasse als hoch einschätzen. Dabei scheinen emotionale Aspekte gegenüber kognitiver Anregung für die Kreativitätsentwicklung bedeutsamer zu sein.

Band 6: Anna-Maria Schirmer: Erkenntnis-Gestalten. Über die allmähliche Verfertigung der Erkenntnisse im bildnerischen Tun

Kunstunterricht leistet einen besonderen Bildungsbeitrag, den weder ein Gestaltungs- noch ein Bildunterricht im Blick hat, so die Grundannahme dieser Studie. Bildnerisches Handeln, das sich in seinen Grundprinzipien am Feld der Kunst orientiert, vermag einen spezifischen Erkenntnismodus freizusetzen, der auf anderem Weg nicht zu haben ist. Es ist ein Denken im Entwurf, das uns zugleich mit uns selbst und der Welt in einen engen Kontakt bringt, ohne in den erstarrten Formen der Konventionen zu gerinnen. Warum erkennen wir, wenn wir gestalten und welche spezifische Gestalt nehmen, unsere Erkenntnisse an? Wann ändern sich Sichtweisen, wann wechselt der Darstellungs- und Denkmodus vom begrifflichen zum bildhaften oder gar künstlerischen Denken? Und welcher didaktischen Leitlinien bedarf es dazu? Anhand von Fallbeobachtungen wird die allmähliche Verfertigung der Erkenntnisse im bildnerischen Tun nachgezeichnet und im Rückgriff auf das theoretische Fundament geklärt.

Band 5: Barbara Lutz-Sterzenbach: Epistemische Zeichenszenen. Zeichnen als Erkenntnis in der Kunstpädagogik und interdisziplinären Bezugsfeldern

Wie korrelieren Zeichnen und Erkenntnis? Welche Zeichenszenen sind denkbar und empirisch erfolgreich nachgewiesen, mit denen das Zeichnen als Medium des Entwerfens und Denkens wirksam wie reflektierbar wird? Mit diesem Band liegt erstmals eine Studie vor, die Zeichnen explizit und ausführlich im Kontext der Analyse interdisziplinärer Bezugsfelder in kunstpädagogischer Perspektive diskutiert. Im facettenartigen Umkreisen und Kontrastieren interdisziplinärer Befunde zu den Dimensionen des Zeichnens figuriert sich ein netzartiges Gefüge, das zeichnerisches Handeln als erkenntnisstiftendes und damit bildendes Handeln multiperspektivisch zu klären vermag. Diese Klärungen - zudem unter Einbeziehung von historischen kunsttheoretischen und kunstpädagogischen Quellen sowie zeitgenössischen Künstleraussagen zum Zeichenprozess und empirischen Erhebungen - dienen dazu, kunstdidaktisches Handeln zum Zeichnen in Verknüpfung von Theorie und Praxis weiter zu entwickeln und damit notwendig neue Perspektiven im kunstpädagogischen Diskurs zu geben.

Band 4: Ines Seumel: Performative Kreativität. Anregen - Fördern - Bewerten

Wenn sich kreative Impulse, Kräfte und Strategien deutlich auf die Ausführung und den gestaltenden Vollzug einer HANDLUNG AN SICH beziehen, ist eine performativ ausgerichtete Kreativität gemeint. Wenn eine performative Handlung auf innere Vorstellungen und Befindlichkeiten verweist, auch in sinnbildhafter Form, erfüllt sie zudem eine künstlerisch abbildende Funktion. Der systematisch ausgearbeitete, didaktisch orientierte LEITFADEN zur Begründung und Vermittlung performativer Prinzipien als eigenständiger bildkünstlerischer Ausdrucksmöglichkeit knüpft sehr bewusst an der vielfach geäußerten Skepsis gegenüber der prinzipiellen Lehrbarkeit von Performance an, greift Argumente problembewusst auf und zeigt mit konstruktiven Vorschlägen und zahlreichen Beispielen, wie gerade im Kontext von schulischer oder außerschulischer Kreativitätsförderung die performative Bildsprache gelehrt und erlernt werden kann. Impulse, Übungen, Kriterienkataloge und methodische Hinweise für die Planung, Realisierung und Beurteilung von performativen Sequenzen verfolgen das Anliegen, im Medium der gestalteten Handlung kreative Potentiale experimentell auszuprägen, zu fördern und (auch bewertend) zu reflektieren.

Band 3: Christian Rittelmeyer: Aisthesis. Zur Bedeutung von Körper-Resonanzen für die ästhetische Bildung

Das altgriechische Wort aisthésis ist für die kunstpädagogische Diskussion zunehmend wichtig geworden. Mit ihm verbindet sich die Frage, welchen Stellenwert sinnliche Wahrnehmungen für ästhetische Erfahrungen haben. Wie kann man jedoch nach einer Antwort suchen, ohne die sinnesphysiologischen Forschungen mit ihren Einblicken in zahlreiche "Körpersinne" wie Spannungs-, Temperatur- oder Eigenbewegungs-Empfindungen systematisch zu berücksichtigen? Seit einigen Jahren entsteht indessen ein Forschungsbereich, der für empirisch gehaltvollere Erörterungen der Aisthesis grundlegend werden dürfte: Es ist die sogenannte Embodied-Cognition-Forschung. Sie zeigt, dass unsere sämtlichen Erkenntnisprozesse ihre Wurzeln in elementaren körperlich-sinnlichen Resonanzprozessen auch außerhalb des Gehirns haben. Die Kapitel dieses Buchs sind Ausflüge in verschiedene Lebensbereiche, in denen Körperresonanzen und ihre konstitutive Rolle für das ästhetische Wahrnehmungsvermögen identifizierbar sind: Freie Kinderspiele, die Sinnesschulung im Unterricht, Landschaftsbetrachtungen, die historische Ikonographie, empathische Fähigkeiten oder die Lektüre belletristischer Literatur.

Band 2: Barbara Lutz-Sterzenbach/Johannes Kirschenmann (Hrsg.): Zeichnen als Erkenntnis

In welcher Hinsicht ist das Zeichnen als epistemische Handlung zu verstehen? Wie wird Erkenntnis generiert und welche Erkenntnisformen sind zu sichten und zu differenzieren? Neben Beiträgen von namhaften Künstlerinnen und Künstlern mit ihren unterschiedlichen Formen der Erkenntnisproduktion über das Zeichnen finden sich Beiträge von Kunstpädagogen, Kunstwissenschaftler und Psychologen. Gefragt wird in diesem interdisziplinären Diskurs auch, wie Vermittlungssituationen des Zeichnens Erkenntnis fördernd gestaltet werden können. In und außerhalb der Schule rückten die digitalen Medien in den letzten Jahren stark in den Vordergrund, während auch in Folge der Minimierung ästhetischer Bildung die eher zeitintensiven, meist analogen Handlungspraxen in den Hintergrund gedrängt wurden. Unstrittig wurden und werden damit wesentliche Aspekte einer ganzheitlichen, multisensuellen Erziehung und Bildung geschwächt. Ziel der international ausgerichteten Publikation ist es, das Zeichnen als kulturelle Praxis in seiner Vielfalt zu erkunden und in den Vermittlungsfeldern als grundlegende Erkenntnisform zu befördern.

Band 1: Nicole E. Berner: Bildnerische Kreativität im Grundschulalter. Plastische Schülerarbeiten empirisch betrachtet

Die Förderung der Schülerinnen und Schüler in ihrem kreativen Potenzial stellt ein zentrales Ziel im Kunstunterricht der Grundschule dar. Eigenständig Ideen zu entwickeln und diese bildnerisch umzusetzen erfordert eine Reihe kreativer Fähigkeiten, die für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler von besonderer Relevanz sind. Aber um welche Fähigkeiten geht es hier konkret? Was genau ist unter Kreativität im bildnerischen Gestalten zu verstehen? Diesen Fragen widmet sich das Buch aus wissenschaftlicher Perspektive. Ausgehend von einem interdisziplinären Forschungsstand zur Kreativität wird das Konstrukt der bildnerischen Kreativität empirisch untersucht. Datengrundlage bildet die Grundschulstudie PERLE (Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern). Neben exemplarischen Fallbeispielen zur formalen Gestaltung plastischer Arbeiten werden Indikatoren bildnerischer Kreativität für das plastische Gestalten von Grundschulkindern vorgestellt. Mittels Faktorenanalysen ergeben sich verschiedene Teilfähigkeiten bildnerischer Kreativität, die als Ansatzpunkte für eine Förderung genutzt werden können.