7./8. April 2017 > Kleines Symposium "RE: work - Zeitgenössische Kunst und Zitat"

Der französische Schriftsteller, Kunstphilosoph und Politiker André Malraux hat darauf hingewiesen, dass Kunst immer auch aus der Begegnung mit Kunst entstehe: "Wie ein großer Künstler beschaffen sein müsste, der sich niemals einem Werk der Kunst, sondern nur lebenden Formen gegenüber gesehen hätte, bleibt uns völlig unvorstellbar". Dies gilt in jedem Fall, denn alle Künstler knüpfen an inhaltliche und formale Entscheidungen, an Ausdrucks- und Gestaltungsweisen ihrer Vorgänger an, stehen in ihrer Tradition oder heben sich von ihnen ab, greifen ihre Bildfindungen auf, entwickeln sie weiter oder bekämpfen sie gar und treffen diametrale Entscheidungen. Nicht selten aber kommt es darüber hinaus vor, dass direkt auf Kunst- und Bildwelten Bezug genommen und daraus zitiert wird. Dieser besonderen künstlerischen Strategie will sich das Symposium widmen. Dabei soll keine Einengung auf die altbekannte Thematik "Vorbild - Nachbild" erfolgen. Dieser Aspekt spielt zwar auch eine Rolle, aber vornehmlich geht es im erweiterten Sinne um die Auslotung verschiedener Möglichkeiten, sich zitierend mit Kunst und Bildern überhaupt auseinanderzusetzen. Unter verschiedenen Perspektiven erfolgt eine exemplarische Auseinandersetzung mit Werken von Ute und Werner Mahler, Dierk Schmidt, Peter Zimmermann, Banksy, William Kentridge, Stephan Huber, Deborah Kelly, Wolfgang Beltracchi, José Manuel Ballester, G.R.A.M., Urs Fischer, Etienne Cail, Julia Krahn, Gottfrie Helnwein, Ulu Braun und Julius von Bismarck.

5./6. Mai 2017 > Symposium Kreativität · Bildung · Nachhaltige Entwicklung

22./23. Januar 2016 > Kleines Symposium „Mit ohne alles - Zeitgenössische Kunst ohne Werk“

Der Studiengang Außerschulische Kunstpädagogik bot unter dem Aspekt "Kunst ohne Werk" einen besonders spannenden Einblick in Erscheinungsweisen der zeitgenössischen Kunst, bei denen es nicht um finale Produkte des bildnerischen Prozesses geht, sondern auf Aktionen, Ideen und Kontexte, die im Zusammenhang mit bestimmten Aktivitäten von Rezipienten das eigentliche Werk bilden. Nach dem Einführungsvortrag von Prof. Dr. Frank Schulz zum Thema "Werk ist nicht Werk" wurden Werke vorgestellt, die jenseits der abgeschlossenen künstlerischen Handlung im finalen Produkt die Aktivität der Rezipienten herausfordern, Werke von Céleste Bousier-Mougenot, David Horwitz & Alexander Provan, La Monte Young, Jennifer Alloria & Guillermo Calzadilla, André Kuzkin, des Künstlerkollektivs God’s entertainment, des Zentrums für politische Schönheit, Martin Voigt und MaMuk (Marion Musch). Das Symposium wurde erweitert und bereichert durch zwei Workshops, die unter Leitung von Dr. Ines Seumel zu Instruktionen aus "Do it - the compendium" von Hans Ulbrich Obrist mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt wurden.

23./24. Januar 2015 > Kleines Symposium "Interkulturelle Kunst"

Unter dem Stichwort "Zugänge zur modernen Kunst" veranstalten Studentinnen und Studenten des Masterstudienganges Außerschulische Kunstpädagogik jährlich ein kleines Symposium, das in Auseinandersetzung mit exemplarischen Fällen gegenwärtiger Kunst unserer oszillierenden Moderne stattfindet.

Es will die Augen öffnen für die gestalterische Eigenart und die zum Ausdruck gebrachten Realitätsbezüge künstlerischer Arbeiten, die auf den ersten Blick ungewöhnlich, irritierend, gar hermetisch abgeschirmt erscheinen. Diese Auseinandersetzung ist jeweils einem Thema gewidmet, das als spezieller Aspekt zeitgenössischer Kunst zu begreifen ist. Das Kleine Symposium 2015 beschäftigt sich mit dem Aspekt der Interkulturalität in den Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern unserer Gegenwart. Es handelt sich um eine Entdeckungsreise in bisher zu großen Teilen unbekannte Bildwelten, die der Identitätsfindung zwischen den Kulturen oder in neuen kulturellen Kontexten gewidmet sind, nach den Ursprüngen der eigenen Identität fragen, Heimat und Fremde in vielfältige Beziehung setzen, interkulturelle Potenziale urbaner Räume und globaler Netze erkunden sowie interkulturelle Wanderbewegungen hinterfragen. Nach einem Einführungsvortrag von Prof. Dr. Frank Schulz zum Thema "Interkulturalität und ihre Ausprägung im Schaffen von Ai Weiwei" folgten Vorträge von Studierenden zum interkulturellen Aspekt im künstlerischen Schaffen von Kyungwoo Chun, Hassan Haddad, Hyoeun Kim, Mona Hatoum, Chiharu Shiota, Susan Hefuna, Orly Zailer, Selma Alacam, Taus Makhacheva, Anselm Kiefer, Zhao Zhao, Co Guo-Qiang, Maria Thereza Alves, Roman Lipski, Julie Mehretu, Remy Markowtisch und Yin Xiuzhen.

16./17. Mai 2014 > Symposium "Begabung entwickeln & Kreativität fördern"

Am 16. und 17. Mai 2014 fand am BIP Kreativitätszentrum Leipzig das Symposium "Begabungen entwickeln & Kreativität fördern" statt. Mehr als 150 Teilnehmer, auch aus Österreich und der Schweiz, nahmen an verschiedenen Plenumsveranstaltungen und Workshops teil. Zu den Referenten zählen u. a. Prof. Dr. Aljoscha Neubauer, Professor für Differentielle und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Graz und Präsident der International Society of Intelligence Research, der Schulforscher Prof. Dr. Frank Lipowsky von der Universität Kassel, Dr. Siegfried Lehrl, Präsident der Gesellschaft für Gehirntraining e. V., sowie der bekannte Mainzer Publizist Dr. Martin Hecht. In Vorträgen und Diskussionen ist es gelungen, den Blick auf das Problem der Begabungsentwicklung und der Kreativitätsförderung zu schärfen und dabei auch die entsprechenden Grundlagen zu hinterfragen. Das Symposium wurde vom Dachverband Kreativitätspädagogik e. V. in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind e. V., der Universität Leipzig, der Mehlhorn-Stiftung sowie BIP Sachsen/Thüringen ausgerichtet. Die Beiträge sowie weiterführende Texte und Materialien wurden in einem Sammelband in der KREAplus-Reihe der Mehlhorn-Stiftung im kopaed-Verlag München veröffentlicht.

31. Januar/1. Februar 2014: Kleines Symposium "Exemplarische Begegnung mit neuer Kunst"

Mit dem Symposium "Exemplarische Begegnung mit neuer Kunst" wurde mit Unterstützung der Mehlhorn-Stftung eine öffentliche Vortragsreihe zur Vermittlung von Zugängen zur zeitgenössischen Kunst eröffnet. Sie wird durch den Masterstudiengang Außerschulische Kunstpädagogik der Universitiät Leipzig vorbereitet und realisiert. Eine besondere Zielgruppe sind die Fachschülerinnen und -schüler der Fachschule für Sozialwesen der Akademie für Kreativitätspädagogik Leipzig (AKL), die sich in einem besonderen Lernfeld auch mit den aktuellen Erscheinungsweisen von Kreativität in den verschiedenen Künsten auseinandersetzen. Schülerinnen und Schüler von Grund- und Leistungskursen Leipziger Gymnasien sind ebenso gern gesehene Gäste. Zum ersten "Kleinen Symposiums" wurden exemplarische Beispiele zeitgenössischer bildender Kunst vorgestellt, die im Rahmen internationaler Großausstellungen moderner Kunst präsentiert wurden: der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig. Prof. Dr. Johannes Kirschenmann von der Akademie der Bildenden Künste München und Prof. Dr. Frank Schulz von der Universität Leipzig führten in die Geschichte und das Funktionsweise der beiden internationalen Ausstellungsformate ein. Vorgestellt wurden dann von Studierenden Werkbeispiele bzw. kuratorische Leistungen von Susanne Gaensheimer, Guillermo Favovich & Nicolás Goldberg, Alexandra Pirici & Manuel Pelmus, Nalini Malani, Kateřina Šedáa in Zusammenarbeit mit Batežo Mikilu, William Kendridge, Wim Botha, Pierre Huyghe, Petra Feriancová & Zbynek Baladrán, Warlimpirrnga Tjapaltjarri, Hélio Fervenza, Gabriel Lester und Berlinde De Bruyckere.